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»MIT VIERZIG MARK BEGANNEN WIR EIN NEUES LEBEN«

Am Sonntag, dem 20. Juni 1948, traf in Westdeutschland auf Befehl der Alliierten die Währungsreform in Kraft. Mit drei »Gesetzen zur Neuordnung des Geldwesens« wurden die durch Krieg und Inflation wertlosen Reichsmark für ungültig erklärt und 500 Tonnen in Amerika sowie in England gedruckte Geldscheine verteilt. Jeder Westdeutsche erhielt gegen 40 Reichsmark 40 neue Deutsche Mark eingewechselt; Firmeninhaber pro Beschäftigten 60 neue Mark zusätzlich. Alles Bargeld mußte abgeliefert werden, Bank- und Sparguthaben schrumpften im Verhältnis 100:6,5 zusammen. Das Ende der Zigarettenwährung (Schwarzmarktpreis für eine amerikanische »Camel": sechs Reichsmark) war der Beginn des wirtschaftlichen Wiederaufstiegs der Deutschen. Mit der anschließenden Währungsreform in der sowjetisch besetzten Zone wurde jedoch gleichzeitig die Teilung Deutschlands besiegelt. Der SPIEGEL befragte prominente Bundesbürger nach ihrer Erinnerung an die Zeit der Geldumstellung.
aus DER SPIEGEL 25/1968
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