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Mittwoch, 18. 1.

aus DER SPIEGEL 3/1989

Mittwoch, 18. 1.

20.15 Uhr. ARD. Kollege kommt gleich

Yves Montand eilt als Oberkellner durch die überfüllte Brasserie und bedient seine Gäste nicht nur mit Perlhuhn und Wein. Schönen Frauen serviert er in diesem Claude-Sautet-Film (Frankreich, 1983) trinkgeldfrei seinen graumelierten Garcon-Charme.

20.15 Uhr. ZDF. Kennzeichen D

Themen: Null Bock auf Kriegsspiele: Wer hat noch Angst vor Gorbatschow?; Egon-Bahr-Interview; bundesrepublikanischer Waffenexport; DDR-Anwälte.

21.00 Uhr. Nord III. Rom, offene Stadt

Roberto Rossellini begann die Dreharbeiten zu diesem Klassiker des Neorealismus (Photo: Giovanna Galletti, Harry Feist) im Januar 1945, als die deutschen Besatzer Rom verlassen hatten. Ursprünglich sollte der Film (Italien, 1945) nur die Geschichte eines von den Deutschen hingerichteten Priesters erzählen, aber dann entwarf der 1977 gestorbene Regisseur um diese Figur herum eine unheroische Typologie des Widerstandes, aus der Anna Magnani als furchtlose Frau aus dem Volke hervorragt. In dem nüchternen Film, mit vielen Laiendarstellern gedreht, gestattet Rossellini nur dem Don Pietro (Aldo Fabrizi) kurz vor dessen Hinrichtung ein pathetisches Schlußwort: »Es ist nicht schwer, anständig zu sterben. Es ist schwer, anständig zu leben.«

22.45 Uhr. West III. Die Vertreibung aus dem Paradies

Ein in römischen Filmstudios erfolgloser Kleindarsteller (Herb Andress) kehrt nach München zurück, scheitert in der Jung-Münchner Filmbranche und verdingt sich bei einer Heiratsschwindlerin. Niklaus Schillings Kinomix (Deutschland, 1977) aus Melodram, Komödie und Krimi lobten die Kritiker als intelligent und spannend.

23.00 Uhr. ARD. Ein Abend auf dem Schiff

Ein halbes Jahr vor dessen Tod, im Herbst 1986, zeichnete der NDR diese Lesung von Helmut Qualtinger (Photo) auf.

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