Zur Ausgabe
Artikel 80 / 95
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Mittwoch, 19. 7.

aus DER SPIEGEL 29/1989

Mittwoch, 19. 7.

20.45 Uhr. ZDF. Kennzeichen D

Themen: Der letzte Schrei - Südseestimmung an der Nordsee; Verkehrsinfarkt: die Stadt der Zukunft - autofrei?; Honeckers Erben - auf der Suche nach dem DDR-Kronprinzen; der Eiserne Vorhang geht auf - neuer Blick auf Europas Mitte; Hilfe, die Deutschen kommen - Probleme mit den Übersiedlern.

21.00 Uhr. Nord III. Die große Illusion

Das Vorkriegsmeisterwerk von Jean Renoir (Frankreich 1937). Ein kriegsverletzter deutscher Luftwaffenoffizier (Erich von Stroheim) beaufsichtigt in einer Festung während des Ersten Weltkriegs gefangene französische Offiziere. Einer der Franzosen, den mit dem deutschen Kommandanten und adeligen Standesgenossen eine Haßliebe verbindet (Photo: Pierre Fresnay mit Jean Gabin), opfert sich, damit zwei Mitgefangenen die Flucht gelingt. Eine Paraphrase auf das Verschwinden letzter Spuren von Ritterlichkeit.

23.00 Uhr. ARD. Das Cabinet des Erich Pommer

»Das Kabinett des Doktor Caligari« (1920), »Metropolis« (1926), »Der blaue Engel« (1930), »Der Kongreß tanzt« (1931): Filme, die Kinogeschichte machten. Erich Pommer hat sie produziert. Am 20. Juli wäre einer der bedeutendsten Filmproduzenten Deutschlands 100 Jahre alt geworden. »Das Cabinet des Erich Pommer« ist eine Hommage an den gewieften Geschäftsmann, der mit 18 Jahren seine Laufbahn als Angestellter bei den berühmten Filmstudios Gaumont in Frankreich begann, später mit seiner eigenen Firma und ab 1923 als einer der Ufa-Direktoren Meilensteine der Leinwand-Geschichte mitverantwortete. »Ein Erich-Pommer-Film« war ein Erfolgs-Garant an der Kinokasse. 1933 emigrierte der jüdische Produzent nach Amerika. Sein Versuch, nach dem Krieg mit einer eigenen Produktionsfirma in Deutschland Fuß zu fassen, scheiterte. Ende der fünfziger Jahre zog er sich schwer krank nach Kalifornien zurück. Ute Schneider und Hans-Michael Bock zeigen Ausschnitte aus seinen Filmen sowie Interviews mit Sohn John, dem Filmjournalisten Hans Feld und Hildegard Knef.

Zur Ausgabe
Artikel 80 / 95
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.