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MITTWOCH

8.55 - 10.55 Uhr Pro 7 Verbrecherische Herzen
aus DER SPIEGEL 42/1993

Drei Schwestern, ein Schicksal: Einst hat die Mutter sich selbst und die Katze ermordet, seitdem sind die Töchter gestört, haben Macken entwickelt und Neurosen gezüchtet - und müssen ständig darüber reden. Bruce Beresfords Kammerspiel (USA 1986) basiert auf einem Theaterstück, und das merkt man auch, obwohl veritable Filmstars wie Sissy Spacek, Diane Keaton und Jessica Lange die Hauptrollen spielen, was vor allem bedeutet: Sie haben ihren Text gelernt S.327 und reden und reden und reden. »Warum eigentlich heißt der Film ,Verbrecherische Herzen', obwohl doch ,Verbrecherische Zungen' viel besser treffen würde?« fragte die Süddeutsche Zeitung.

20.15 - 20.59 Uhr ARD

Der Drahtzieher

Wolfgang Schäuble, der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag und angeblich Deutschlands mächtigster Mann nach Helmut Kohl, wird porträtiert von Wolfgang Landgraeber. Der Autor hat Schäuble vier Wochen lang observiert, bei der Arbeit und im privaten Leben, und glaubt nun folgendes Geheimnis gelüftet zu haben: »wie Wolfgang Schäuble dem Kanzler das Regieren ermöglicht«.

21.15 - 22.25 Uhr RTL 2

WWF Wrestling

Deutschlands Gouvernanten und andere Jugendschützer haben einen neuen Gegner entdeckt: Die großen dicken Männer in ihren knallengen Leibchen verletzten, wenn sie einander im Kampfring verprügeln, harmlose Kinderseelen. Außerdem betrögen sie ihr Publikum, weil sie einander gar nicht richtig verhauen, sondern mit viel Lärm und Geschick stets danebenschlagen. Eine Erkenntnis, die schon darauf hinweist, daß es sich beim Wrestling eher um choreographische und inszenatorische Meisterleistungen handelt und weniger um eine Kampfsportart.

23.05 - 0.10 Uhr ARD

Das Andechser Gefühl

Der Hügel, auf welchem das Kloster Andechs steht, ist der heilige Berg der Bayern: Hier opfern sie Bier und Brotzeit, und mittendrin hockt Herbert Achternbusch und kriegt dieses Gefühl, diese Ahnung, daß es in Wahrheit nur das Bier gebe und eine unendliche Einsamkeit, welche auch durch die Vereinigung der Körper nicht aufzuheben sei. Als 1975 dieser Debütfilm in die Kinos kam, rieten die meisten Kritiker dem Schriftsteller Achternbusch, beim Schreiben zu bleiben und die Finger von der Kamera zu lassen. Achternbusch hat den Rat ignoriert - weshalb das Erste heute eine kleine Reihe mit seinen Werken starten kann.

0.00 - 1.00 Uhr ZDF

Zeugen des Jahrhunderts

Walentin Falin, der von 1971 bis 1978 als sowjetischer Botschafter in Bonn arbeitete und sich auch sonst in den russischdeutschen Angelegenheiten sehr gut auskennt, spricht mit Zeit-Leitartikler Theo Sommer, dem Meister der Spannung und des eleganten Wortspiels (zweiter Teil: Mittwoch, 27.10., 0.00 Uhr).

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