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Monica Lewinsky,

aus DER SPIEGEL 25/1998

24, ehemalige Praktikantin im Weißen Haus und als angebliche Gespielin des US-Präsidenten sowohl im Gerede als auch staatsanwaltlichem Verdacht ausgesetzt, erscheint nun in einer Fotoserie des berühmten Fotokünstlers Herb Ritts in der amerikanischen Hochglanzzeitschrift »Vanity Fair«. Auf einem der Fotos gibt Lewinsky einen etwas verunglückten Vamp mit Federboa. Auf den anderen ist sie als das »All American Girl« mit »Stars and Stripes« oder schlicht im Heimatfilm-Touch zu sehen. Ihren Anwalt, William Ginsburg, der sie vor drei Monaten zu der Fotoserie überredete, hat sie inzwischen gefeuert und durch ein Juristen-Team ersetzt. Ginsburg hatte damals den Fototermin zum Anti-Depressivum für die von Sonderermittler Starr unter Druck gesetzte Clinton-Bekannte verklärt: »Die Tortur, die sie erlitt, hat sie sehr deprimiert. Sie mußte sich wieder selber gut fühlen. Das war eine gute Gelegenheit dazu.« Lewinskys neue Anwälte sind über die Veröffentlichung der Fotos empört. Sie fürchten, die Bilder könnten ihr in der Auseinandersetzung mit Starr schaden.

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