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MONTAG

21.00 - 21.42 Uhr. ARD. Panorama
aus DER SPIEGEL 26/1992

Geplant: Aus der Wohnung gejagt - Schikanen gegen Mieter / Eier gegen Journalisten - Manfred Stolpes Freude über Wurfgeschosse / Im falschen Körper - Lust und Last von Transsexuellen.

22.30 - 23.45 Uhr. Nord III.

Alex

Was SPIEGEL-Leser schon wissen (SPIEGEL-Titel 22/1992), ist Schwerpunktthema im Berliner Kultur-Studio: Antifeministen schlagen zurück.

23.00 - 0.55 Uhr. ZDF.

Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber

»Man verläßt den Film mit einer Verstörung«, schrieb der Evangelische Pressedienst, »von der man nicht weiß, ob sie eher im Gehirn oder in den Eingeweiden sitzt.« In der Tat hält der englische Regisseur Peter Greenaway eine schwerverdauliche, bombastische Kinopredigt (Großbritannien/Frankreich 1989) über Tod und Genuß, über Sexualität, die in Kannibalismus übergeht. Abend für Abend tafelt ein ungehobelter Gangster (Michael Gambon) mit seiner Frau (Helen Mirren) und einer ihm ergebenen Entourage in einem ihm gehörenden Edelfreßlokal. Der Koch des Restaurants nimmt an dem verhaßten Impresario fürchterlich Rache: Erst verkuppelt er die Frau an einen Gast (Alan Howard). Der Liebhaber wird erstickt, und der Koch serviert den Leichnam als kulinarische Delikatesse.

23.05 - 1.25 Uhr. Pro 7.

Das große Fressen

Schon vor Greenaway hatte Marco Ferreri in seinem Film (Frankreich/Italien 1973) entdeckt, wie schnell einen die Lust am Essen in den Tod treiben kann. Vier Freunde wollen auf pikante Weise aus dem Leben scheiden, indem sie sich zu Tode fressen. Der ironisch-witzige Anschlag auf mediterrane Eßlust liegt nicht so schwer im Magen wie das Kannibale-und-Liebe-Stück des erschreckten Puritaners Greenaway.

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