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ISLAMKONFERENZ Muslime wollen Gleichstellung

aus DER SPIEGEL 16/2007

Vertreter des neugegründeten Koordinierungsrats der Muslime (KRM) in Deutschland wollen auf der Islamkonferenz bei Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) Anfang Mai »einen verbindlichen Fahrplan festlegen«, wie »möglichst schnell eine rechtliche Gleichstellung des Islam« mit anderen Religionen in Deutschland erreicht werden könne, sagte Aiman Mazyek, Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Mazyeks Verband nimmt zurzeit die Sprecherrolle in dem aus vier muslimischen Organisationen zusammengesetzten KRM ein (siehe Grafik). Eine Anerkennung als gleichberechtigte Religionsgemeinschaft sei wichtig, damit die Länder in die Pflicht genommen würden, »endlich flächendeckend Islamunterricht in Schulen anzubieten«. Außerdem streben KRM-Vertreter den Status einer Körperschaft öffentlichen Rechts an, der zum Beispiel Kirchen Vergünstigungen im Steuer- und Baurecht einräumt. Für die Verleihung dieses Status, der unter anderem eine gute Organisation und Rechtstreue voraussetzt, sind die Länder zuständig. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums betonte unterdessen, auf der Islamkonferenz müsse »mit Vorrang« besprochen werden, wie »kurzfristig« Probleme im Zusammenleben ausgeräumt werden könnten - etwa das Fehlen muslimischer Mädchen beim Schwimm- und Biologieunterricht.

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