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Briefe

Nach Belieben manipulieren
aus DER SPIEGEL 8/1994

Nach Belieben manipulieren

(Nr. 6/1994, Gentechnik: Verbot der Turbokuh durchlöchert)

In den USA ist seit kurzem das Hormonpräparat BST für Rinder zugelassen, in Europa steht die Zulassung zu befürchten. Diese Art der gentechnischen Manipulation ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, sich die Natur nach menschlichen Wünschen zu formen - ungeachtet der Folgen. Die Verabreichung des gentechnisch hergestellten BST an Rinder steigert zwar den Milchausstoß, der Preis dafür ist allerdings zu hoch: Den Tieren wird Leid zugefügt, das mit weiteren Medikamenten behandelt werden muß. Ethisch läßt sich dieser Umgang mit Lebewesen nicht mehr rechtfertigen. Vor allem nicht vor dem Hintergrund, daß in den Industriestaaten längst ein Übermaß an Milch erzeugt wird. Ein klares, unumstößliches Nein zu BST seitens der Europäischen Gemeinschaft ist daher unbedingt notwendig. *UNTERSCHRIFT: Bonn DR. MARLIESE DOBBERTHIEN MdB

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