Nato-Gipfel Kanzler Scholz kommt zu spät – und verpasst Fototermin und Eröffnungsrede

Macron, Johnson, Erdoğan, Rüdiger König... Moment – Rüdiger König? Beim Auftakt des Nato-Gipfels fehlte Kanzler Scholz – und musste sich beim klassischen Fototermin vertreten lassen.
Fototermin der Natomitglieder: König statt Scholz

Fototermin der Natomitglieder: König statt Scholz

Foto: Radek Pietruszka / EPA

Bundeskanzler Olaf Scholz hat beim Nato-Sondergipfel zu Russlands Krieg gegen die Ukraine für ungewollte Aufregung gesorgt. Der SPD-Politiker kam am Donnerstagvormittag erst mit deutlicher Verspätung zu dem Spitzentreffen in der Brüsseler Bündniszentrale an. In Folge verpasste er sowohl das traditionelle »Familienfoto« als auch die Eröffnung der Sitzung durch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Auf dem »Familienfoto« zu dem Gipfeltreffen ist anstelle von Scholz nun der ständige Vertreter Deutschlands bei der Nato zu sehen. Botschafter Rüdiger König steht dort in der zweiten Reihe zwischen dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis. Vor ihm sind der britische Premierminister Boris Johnson und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan zu sehen.

Grund für die Verspätung waren nach Angaben aus dem Umfeld des Kanzlers die nächtlichen Verhandlungen über das Entlastungspaket für die hohen Energiepreise im Koalitionsausschuss, an denen Scholz teilgenommen hatte. Scholz hatte eigentlich um 9.40 Uhr bei der Nato eintreffen wollen, wo für 9.45 Uhr das Familienfoto und für 10 Uhr der Sitzungsbeginn angesetzt waren.

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Im abhörsicheren Tagungssaal der Nato kam er dann allerdings erst gegen 10.20 Uhr an. Stoltenberg hatte seine Begrüßungsrede da bereits so gut wie beendet und auch schon US-Präsident Joe Biden begrüßt.

Thema bei den Gesprächen der Staats- und Regierungschefs sollten vor allem weitere Unterstützungsmöglichkeiten für die Ukraine, aber auch Bemühungen um eine weitere Stärkung der militärischen Abwehrfähigkeiten der Nato sein. »Ich denke, wir müssen unsere Anstrengungen verdoppeln«, sagte etwa Estlands Regierungschefin Kaja Kallas zur Hilfe für die Ukraine.

bka/dpa
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