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Neil Kinnock,

aus DER SPIEGEL 31/1992

50, ehemaliger Vorsitzender der britischen Labour-Partei, mußte sich vor seinem Rücktritt noch einmal vom Karikaturisten des liberalen Guardian verhöhnen lassen. Unter der Überschrift »Ein Lebewohl für Neil Kinnock« wird die neun Jahre lange Parteivorsitzenden-Karriere des inzwischen recht angeschlagenen und desillusionierten Politikers ironisch als eine Abfolge von brüsken Positionsänderungen und Mißerfolgen gezeichnet (Abb.). So war der Politiker mit dem Spitznamen »Wetterfahne« lange Zeit ein entschiedener Gegner von Atomwaffen, änderte seine öffentliche Meinung aber, als er Premierminister werden wollte; obwohl er sich als Antieuropäer profilierte, steht nun seine Ernennung zum EG-Kommissar bevor. »Arg vermißt«, so der Schluß des Zeichners, werde der langnasige Kinnock am Ende aber doch - von den Karikaturisten, die sich nun mit dem eiförmigen Gesicht ("Augenbrauen, Brille, o Gott") des neuen Labour-Chefs John Smith abmühen müssen.

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