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NEU IN DEUTSCHLAND

aus DER SPIEGEL 38/1955

Der Pfarrer von Kirchfeld (Deutschland). Ein bunter Heimatfilm mit originalen Anzengruber-Dialogen: das Hausmädchen (Ulla Jacobsson), auf das der liebende Pfarrer (Claus Holm) nach peinvollen Seelenkrämpfen - in Großaufnahme - verzichtet, ist nicht nur fromm und scheu, sondern auch »blitzsauber« und »kreuzbrav«. Hans Deppe, der Regisseur, zwang der künstlichen Einfalt immerhin einige natürliche Dorfszenen ab. (H. D.-Film.)

Geheimnis einer Ärztin (Österreich). Hilde Krahl wird gräßlich strapaziert: als Ärztin, Ehebrecherin und Morphinistin, Zuchthaussträfling, Polizeispitzel, Bardame und Professorenbraut. Obgleich der Film auf Wiener Rauschgiftakten fußen soll, geraten seine unbeholfenen und pathetisch-ungenauen Kriminalszenen oft in die Nachbarschaft der Parodie. (Rex/Schönbrunn.)

Wenn der Vater mit dem Sohne (Deutschland). Ein berühmter Clown muß sein geliebtes Wahlkind nach mißlungener Flucht an die Mutter zurückgeben. Der Farbfilm mit einem höchst bequem gewordenen Rühmann und dem kleinen, altklugen Oliver Grimm ist unter dem Regie-Neuling Hans Quest schwerfällig, weinerlich und geschwätzig ausgefallen. (Berolina.)

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