Zur Ausgabe
Artikel 75 / 135
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

BRASILIEN Neu-Korea im Urwald

aus DER SPIEGEL 7/1999

Die koreanische Mun-Sekte verschmutzt im großen Stil eines der größten Naturparadiese Südamerikas. Abwässer aus einer Farm der Sekte werden ungeklärt in die Flüsse Prata und Miranda geleitet, zwei wichtige Zuflüsse des riesigen Sumpfgebietes Pantanal an der Grenze zu Paraguay und Bolivien. Die brasilianische Justiz droht jetzt, die Anlagen zu räumen, wenn nicht sofort alle Umweltauflagen erfüllt werden. San Myung Mun, 79, hat zwölf riesige Haziendas mit mehr als 30 000 Hektar im Bundesstaat Mato Grosso do Sul erworben. Auf den Farmen wurden seit 1997 etwa 5000 Sektenanhänger geschult, zumeist Japaner und Koreaner. Mun hat in das neue Weltzentrum der Sekte bisher 24 Millionen Dollar investiert. Ihm gehören außerdem zahlreiche Firmen auf allen Kontinenten. In den USA besitzt er die Tageszeitung »The Washington Times«. In Lateinamerika war Mun bislang vor allem in Uruguay aktiv, wo ihm ein Luxushotel, eine Bank, eine Zeitung und eine Werft gehören. Sein Vermögen wird auf mehrere Milliarden Dollar geschätzt.

Zur Ausgabe
Artikel 75 / 135
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.