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Neue Chef-Verhandler

aus DER SPIEGEL 40/1981

Der sowjetische Außenminister Gromyko hat seinem US-Kollegen Haig bei der Uno-Sitzung in New York den sowjetischen Verhandlungsführer für die Rüstungskontrollgespräche benannt, die am 30. November in Genf beginnen sollen: Der Gesandte in der Bonner Botschaft, Julij Alexandrowitsch Kwizinski, 44, wird dem Ex-Marineminister Paul H. Nitze, 74, gegenübersitzen, der schon Amerikas Chefdelegierter bei den Salt-I-Verhandlungen (bis 1972) war. Aus der Salt-I-Delegation stieg der »Falke« Nitze 1974 unter Protest aus -- wegen angeblich zu lascher Haltung des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon. Die Sowjet-Delegation hatte damals Vize-Außenminister Vladimir Semjonow, heute Botschafter in Bonn, geführt. Kwizinski ist ein enger Freund Semjonows und dessen wichtigster Berater. Ebenso unerfahren in der komplizierten Rüstungsproblematik wie Kwizinski war auch Semjonow vor seiner Berufung zum Salt-Chefunterhändler -- und erreichte trotzdem in der Sicht seines Gegenspielers Nitze »ein äußerst günstiges Verhandlungsergebnis« für die UdSSR.

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