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Neue Identität

aus DER SPIEGEL 32/1990

Einen »erheblichen Zuwachs« an deutschsprachigen Bewerbern registriert die französische Fremdenlegion seit Jahresbeginn. Vor allem Angehörige der Nationalen Volksarmee der DDR erscheinen in den Rekrutierungsstellen von Straßburg und Marseille, um - meist mit geänderter Identität - ein neues Leben zu beginnen. Durch den Zuwachs aus der DDR wächst der Anteil der Deutschen - bisher lag er bei zehn Prozent - unter den gut 8000 Legionären. Auch die Zahl der Soldaten aus Rumänien, Ungarn und der CSFR, die bei den Bewerbungsbüros anfragen, ist stark angestiegen. Im Schnitt wird jedoch nur jeder vierte Bewerber nach sechsmonatiger Ausbildung in Frankreich zum Dienst ins Ausland geschickt.

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