Zur Ausgabe
Artikel 33 / 51
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Briefe

NEUE (LITERA-)TOUR
aus DER SPIEGEL 24/1960

NEUE (LITERA-)TOUR

Dank dem schicksal, das der guten abendländischen liter(a)tour Herrn Hans G Helms und sein opus geschenkt hat, welchselbes hinsichtlich der transparenz des stiles nur noch von der neuausgabe des berliner telephonbuches übertroffen wird.

Berlin NW 87 JOACHIM REHORK

... mußte ich daran denken, daß Heinrich Seidel in seinem Roman »Leberecht Hühnchen« einen Abschnitt bringt, der sich mit dem tiefsinnigen Buche des jungen Kunstgelehrten Klövekorn beschäftigt. Es heißt da:

Das Buch ist stellenweise so tiefsinnig, daß er es selber nicht versteht. Als Doktor Havelmüller es kürzlich bei uns liegen sah, ... da schlug er es auf und betrachtete es mit leuchtenden Augen. »Die Literatur«, sagte er dann, »gewährt uns doch Genüsse der verschiedensten Art. Zum Beispiel, wenn ich dieses Buch nur sehe, da durchrieselt mich gleich mit sonderbarem Wohlbehagen der Dank gegen die Vorsehung, daß ich nicht nötig habe, es zu lesen.«

Ich kann mir nicht denken, daß irgendein Kommentar auf Hans G Helms' »Buch«, genannt »Fa:m' Ahniesgwow«, besser passen könnte.

Hamburg-Bergstedt RUDOLF M. DELLING

Ihr Artikel über Hans G Helms kann nicht ohne weiteres hingenommen werden, zeigt er doch eine deutlich herabsetzende Tendenz, was zu beweisen scheint, daß Sie sich über die temporale Aquisitenz dieses Künstlers, gesehen im Licht einer ebenso pelikanösen wie plustaphonen Gerogravität, nicht im klaren sind, was nicht verwundern kann, bedenkt man, wie sich in Ihrem weitgehend firenten Blatt jotaphorische mit bazillogravierenden Herophylen mischen und so, mehr als in anderen Blättern ähnlich maxumalminorativer Herkunft, herakaledonische Züge vermissen lassen, um um so mehr eine Refergenz des Beruniphalen, Traviösen, ja lepratikolen Dosanyms heraufzubeschworen, was in kakophonametralem Gegensatz zu der feromanealen Gestubiation im Werk des Hans G Helms steht, die andererseits anderen Kritikern klar geworden zu sein scheint.

München 2 NORBERT G. HERRMANN

Helms Ap zum Geh Bett! Die Zukunft der deutschen Sprache ist nun gesichert. Sie entstripptwippt sich zu näckischer Ironie. Was schön und wertvoll daran war, ruht - helmsisch ausgedrückt - ohnehin längst im Arvschief.

Düsseldorf RUTH HERGARTEN

Helmsähähä Renascenz boingboing-tütüboing Unslign: aa hahatbifat mikhmihi arsch instampffat honepiepel mors mors mors.

Übersetze:

Die Bemühungen des Herrn Helms um eine Neuschöpfung unserer Sprache haben mich sehr beeindruckt, wenn ich mich auch von Sphärenklängen und Morsezeichen leicht auf den Arm genommen fühle.

Gießen GABI REHNELT

Zur Ausgabe
Artikel 33 / 51
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.