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VENEZUELA Neue Siedlungen für Flutopfer

Neue Siedlungen für Flutopfer
aus DER SPIEGEL 52/1999

Präsident Hugo Chávez will die etwa 200 000 Venezolaner, die bei den sintflutartigen Regenfällen vor gut einer Woche ihr Heim verloren haben, ins Landesinnere umsiedeln. Auf brachliegendem staatseigenem Gelände sollen neue Siedlungen entstehen. Bislang hat Chávez 20 Grundstücke auf einstigen Forts und Militärbasen sowie die Fläche über einem ehemaligen Ölfeld zur Besiedelung freigegeben. Die dorthin umgesiedelte Bevölkerung soll vor allem von Landwirtschaft leben. Die meisten der vermutlich bis zu 30 000 Toten stammten aus Elendsvierteln am Rande von Caracas und an der Karibikküste. Sie hatten ihre Hütten an gerodeten Berghängen errichtet. Schlammlawinen spülten während der Flutkatastrophe die Behausungen zu Tal. Das Gros der Elendsviertel war in den vergangenen 20 Jahren entstanden, als hunderttausende vor der Armut auf dem Land in die Städte flüchteten. Chávez will die Naturkatastrophe nutzen, um das Landesinnere zu entwickeln und die übervölkerten Städte des Landes zu entlasten.

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