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Neues TV-Studio für Nachrichten

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aus DER SPIEGEL 13/1984

Aus einem 11,5 Millionen Mark teuren »Newsroom« will das Österreichische Fernsehen seine Zuschauer künftig mit aktuellen Sendungen bedienen. Das vom Sender als »Wunderwerk« gepriesene »Kompaktstudio für die Fernsehinformation« kombiniert auf engem Raum raffinierte TV-Technik, darunter drei unbemannte Kameras, die fernbedient werden. Kernstück der Bildregie ist ein Bildmischer, mit dessen Hilfe dem Hauptbild jeweils zwei Hintergrundbilder und zudem noch Schrift zugemischt werden können. Im angeschlossenen Graphik-Studio kann mit einem drucksensiblen Zeichenstift direkt auf einen Bildschirm gezeichnet werden. Als aufwendigste Trickkiste ist dem Bildmischer ein »digitaler Video-Effekt« zugeschaltet: Fernsehbilder können um eine beliebige Achse rotieren, rechteckige Vorlagen lassen sich verformen oder perspektivisch verzerren. Bewegte Bildpartien können »in ihrer zeitlichen Abfolge stationär sichtbar gemacht werden«. Im Klartext: Die Flugbahn eines Fußballs auf dem Weg ins Tor erscheint als Strich auf dem Bildschirm.

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