Zur Ausgabe
Artikel 57 / 124
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

MONTAG Nicht von schlechten Eltern

18.54 - 19.53 Uhr ARD
aus DER SPIEGEL 14/1995

Anfang vergangenen Jahres schaffte diese Familien- und Schulserie mit Sabine Postel und Tina Ruland ihr Hauptziel: 50 Prozent der Zuschauer waren unter 50. Alter schützt eben doch nicht hundertprozentig vor Torheit. *VORSPANN: 19.25 - 21.00 Uhr ZDF *ÜBERSCHRIFT: Der Neger Weiß

Dem Ausländerhasser und wohlanständigen Versicherungsangestellten Rainer Weiß (Gunter Berger) tritt ein schwarzer Asylbewerber auf den Zeh, und Herr Weiß wird schwarz. Er erlebt - korrekte Strafe - einen sozialen Abstieg. Der Plot dieser TV-Komödie (Buch: Thomas Kirdorf, Regie: Michael Günther) klingt reichlich zeh. *VORSPANN: 20.15 - 20.59 Uhr ARD *ÜBERSCHRIFT: Die Goldene 1

Fünfziger-Jahre-Party bei Max Schautzer: Fred Bertelmann singt »Der lachende Vagabund«. Kukident macht's möglich. *VORSPANN: 20.40 - 22.25 Uhr Arte *ÜBERSCHRIFT: Wie verrückt und aus tiefstem Herzen

Wenn Tote im Kino ins Leben zurückkommen, heißt es aufpassen: Sie sind zumeist recht bissig. Bei der filmischen Geisterbeschwörung (1990) des englischen Dramatikers und Hörspielautors Anthony Minghella bringt der verstorbene Cellist Jamie (Alan Rickman) zu seiner trauernden Frau (Juliet Stevenson) noch ein paar Kumpel aus dem Jenseits mit, die sich im Haus der Witwe mit Vorliebe Videos ansehen. Die Frankfurter Rundschau lobte vor allem die Leistung der Stevenson: »Trauer und Tränenausbrüche stehen ihr gleichermaßen natürlich und anmutig zu Gesicht wie Freude und Übermut, ein spitzbübisches Lächeln entwaffnet jedes Gegenüber.« *VORSPANN: 21.00 - 21.39 Uhr ARD *ÜBERSCHRIFT: Report

Themen aus Baden-Baden: Pflegeversicherung - die ersten Pannen und Opfer / Allein gegen alle - Ministerin Merkel im Kampf für die Umwelt / Nazi-Propaganda - und deutsche Firmen verdienen kräftig dabei / SED/ PDS - international aktiv gegen Bonn. *VORSPANN: 21.55 - 1.45 Uhr Premiere *ÜBERSCHRIFT: The Troubles We've Seen

Vierstündige Dokumentation von Marcel Ophuls über »Die Geschichte der Kriegsberichterstattung«. Der Sohn des großen Regisseurs Max Ophüls beobachtete Journalisten im »Holiday Inn« von Sarajevo und begleitete den New York Times-Korrespondenten und Pulitzer-Preisträger John Burns während seiner Einsätze rund um die Hauptstadt Bosniens. Bei der Premiere in Paris gab es für Ophuls' Arbeit, die den Schrecken des Krieges indirekt beschwört, hohes Lob. *VORSPANN: 23.20 - 0.50 Uhr Hessen III *ÜBERSCHRIFT: Die Hölle in der Stadt

Lina (Giulietta Masina), ein Dienstmädchen, von seiner Herrschaft zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt, verbüßt eine unverdiente Gefängnisstrafe. In der Haft lernt sie die verderbte Egle (Anna Magnani) kennen und nimmt deren schlechte Eigenschaften an. Als die gewendete Unschuld wieder in Freiheit kommt, ist ihr Weg in den moralischen und sozialen Abstieg vorgezeichnet. Renato Castellanis Film (Italien 1958) weist nur noch Spuren des italienischen Neorealismus auf, die Kino-Dramatik überwiegt.

Mehr lesen über
Zur Ausgabe
Artikel 57 / 124
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.