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Norio Ohga

aus DER SPIEGEL 15/1993

Norio Ohga, 63 (Foto), Präsident der Sony Corporation, gibt auch außerhalb seines Elektronik- und Plattenkonzerns den Takt an. Am 12. Mai will der Industriekapitän in New York Beethovens »Siebte« , Schuberts »Unvollendete« sowie die Overtüre zur »Fledermaus« von Johann Strauß dirigieren. Ohga ist für diesen Auftritt als Orchesterchef bestens präpariert. Der Manager hat Musik in Tokio und Gesang in Deutschland studiert. Seine Karriere als Opernsänger bereicherte er um ein Zweitstudium mit den Fächern Dirigieren, Komposition, Harmonielehre und Kontrapunkt. Der kunstsinnige Wirtschaftsboß, dessen Idee es war, die Ende der siebziger Jahre entwickelte CD mit einer Mindestlaufzeit von 74 Minuten auszustatten, damit auch Beethovens »Neunte« draufpasse, ist indes nicht firmenfixiert. Seine Lieblingsaufnahme von Beethovens »Siebter« wurde von den Wiener Philharmonikern unter dem Dirigenten Carlos Kleiber eingespielt und von der Deutschen Grammophon aufgenommen.

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