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"NSU 2.0"-Drohmails Polizei klagt über Trittbrettfahrer

Politikerinnen, Künstler und andere Prominente haben rechtsextreme Drohmails mit dem Absender "NSU 2.0" erhalten. Hessische Ermittler gehen nach SPIEGEL-Informationen davon aus, dass viele davon von Trittbrettfahrern stammen.
aus DER SPIEGEL 31/2020
Hessens Innenminister Peter Beuth

Hessens Innenminister Peter Beuth

Foto: ARNE DEDERT/ AFP

Die wachsende Zahl von Drohmails mit dem Absender "NSU 2.0" sorgt bei den Ermittlern in der hessischen Polizeiaffäre für viel zusätzliche Arbeit. Den Beamten zufolge gibt es offensichtlich eine Reihe von Trittbrettfahrern, die im Zuge der Affäre ebenfalls rechtsextreme Inhalte, Drohungen und Beleidigungen an Politiker, Medien, Künstler und andere Prominente verschicken. Auch diese E-Mails seien mit dem Kürzel "NSU 2.0" unterzeichnet, das an die rechte Terroristengruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" erinnern soll. Die Zahl der Drohungen sei mittlerweile unüberschaubar, klagen Beamte.

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) hatte am Dienstag erklärt, dass bislang 69 Schreiben einem oder mehreren Tätern zugerechnet werden, die mutmaßlich an hessischen Polizeicomputern nach Adressen und Daten einiger ihrer Opfer gesucht hatten. Diese Schreiben sind meist mit "NSU 2.0" oder mit "SS-Obersturmbannführer" gezeichnet und wurden teilweise in Kopie weit gestreut. Verbreitet wurden sie fast immer über einen russischen Internetdienstleister.

DER SPIEGEL 31/2020

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