Zur Ausgabe
Artikel 55 / 62
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Boris Johnson Oberster Hundeschützer

aus DER SPIEGEL 22/2021
Foto:

Daran Fletcher / News Licensing / ddp images

Seine Umfragewerte schwanken ständig. In der Coronakrise ging die Beliebtheit zunächst runter, mit erfolgreicher Impfkampagne und Lockerungen wieder nach oben; Ende April dann der Skandal um die Luxusrenovierung seiner Dienstwohnung und sinkende Zustimmung: Boris Johnson, 56, konservativer britischer Premierminister und Hundebesitzer, kann über mangelnde Abwechslung bei Lektüre der Statistiken nicht klagen. Jetzt hat seine Regierung Änderungen im Tierschutzrecht angekündigt. Johnsons Ansehen im hundeverliebten Königreich dürfte damit wieder deutlich steigen. Hundediebstahl und das Aussetzen der Vierbeiner soll unter härtere Strafen gestellt werden. Der Diebstahl – auch Dognapping genannt – nahm während der Pandemie signifikant zu. Die Rede ist von fast 20 Prozent mehr als im Jahr 2019. Der große Bedarf an flauschigen Gefährten während des Lockdowns konnte auf legalen Wegen nicht mehr gedeckt werden. Bisher galt Dognapping als Diebstahl einer Sache. Johnson, der mit seinem wuscheligen Jack-Russell-Mischling namens Dilyn beim Joggen in London beobachtet werden kann, sagte laut »Times«, dass Dognapping »Schmerz und Trauer bei den Opfern« verursache. Mit der Verschärfung der Strafrichtlinien soll der emotionale Wert des Hundes berücksichtigt werden. Bisher war bei einer Entschädigung allein der Marktwert ausschlaggebend.

ks
Zur Ausgabe
Artikel 55 / 62
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.