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VERLAGE Offener Kampf in München

aus DER SPIEGEL 16/2007

Zwischen den Gesellschaftern des Süddeutschen Verlags, der die »Süddeutsche Zeitung« ("SZ") herausgibt, ist über die Frage des Verkaufs von Verlagsanteilen ein offener Kampf ausgebrochen. Auf der Gesellschafterversammlung am 24. April planen verkaufswillige Alteigner, die Vertreter der Südwestdeutschen Medien Holding (SWMH) in den Aufsichtsgremien des Verlags abzuwählen. Grund seien »schädigende« Geschäftspraktiken der SWMH, die 18,75 Prozent hält und eine korrekte Bewertung des Verlags blockiere. Die SWMH hatte einigen der Alteigner angeboten, deren Anteile vorab für durchschnittlich 7,5 Millionen Euro je Prozentpunkt abzukaufen. Das entspricht aus Sicht von vier der fünf Eignerfamilien jedoch nicht dem tatsächlichen Wert des Hauses, der bei über einer Milliarde liegen könne. Von einem neuen Besitzer erwarten sie, dass die »SZ« »langfristig weiter als führende deutsche Tageszeitung« ausgebaut wird. Bei der SWMH habe man dagegen nicht das Gefühl, dass die »SZ« in »gute verlegerische Hände« gerate, wie Insider sagen.

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