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Briefe

Ohne Bezug zum 11. September
aus DER SPIEGEL 4/2004

Ohne Bezug zum 11. September

Nr. 3/2004, Atomkraft: Jod-Tabletten für den Ernstfall

Der Artikel stellt einen Bezug zwischen der aktuellen Diskussion um die Terrorgefahr und der Beschaffung von Jodtabletten her, der nachweislich nicht gegeben ist. Die aktuelle Beschaffung von Jodtabletten geht auf eine Empfehlung der Strahlenschutzkommission aus dem Jahre 1996 zurück, als der islamistische Terror hier zu Lande für Energieversorger noch kein Thema war. 1997 haben die Energieversorgungsunternehmen die Finanzierung im Grundsatz beschlossen, nach Klärung des Kostenrahmens erfolgte die verbindliche Zusage im Frühjahr 2001. Einen Bezug zu den tragischen Ereignissen vom 11. September 2001, den der Artikel nahe legen will, gibt es nicht. Die Beschaffung erfolgt im Auftrag der zuständigen staatlichen Stellen, die auch die Verantwortung für die Festlegung und Umsetzung von Notfallschutzmaßnahmen tragen. Die Energieversorgungsunternehmen übernehmen dabei nur die Finanzierung. Im Übrigen ist die aktuelle Aktion kein Novum. Mit den jetzt angekauften Jodtabletten werden teilweise lediglich die alten Bestände erneuert.

KARLSRUHE PROF. DR. THOMAS HARTKOPF

VORSTANDSMITGLIED ENBW

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