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Ohne Rabatt

aus DER SPIEGEL 26/1992

Das Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern hat im vergangenen Jahr offenbar in beträchtlichem Maße Geld verschleudert. Bei der Ausstattung der Landesverwaltung mit Datenverarbeitungstechnik und Dienstleistungsverträgen für mehr als 33 Millionen Mark habe Ex-Innenminister Georg Diederich (CDU) gegen die »Grundsätze des öffentlichen Vergabewesens« sowie der »Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit« verstoßen, bemängelt der Landesrechnungshof in einem Prüfbericht. Ohne Nutzung von »entsprechenden Mengenrabattsätzen« sei teilweise »mehr als das Doppelte« des Bedarfes an Rechnern, Programmen und Dienstleistungen gekauft worden. Außerdem habe Diederich Aufträge ohne öffentliche Ausschreibung »grundsätzlich freihändig« erteilt. Einige Bestellungen seien zudem nicht nachvollziehbar oder es fehlten die Unterlagen, heißt es in dem Bericht des Landesrechnungshofes weiter.

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