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Briefe

OPER IM NACHHALL (Nr. 45/1957, Theater)
aus DER SPIEGEL 50/1957

OPER IM NACHHALL (Nr. 45/1957, Theater)

Aus akustischen Meinungsverschiedenheiten braucht heute kein Skandal mehr gemacht zu werden. Im Zusammenhang mit Ihrem Artikel über die ungünstigen akustischen Verhältnisse, die nach dem Umbau der Stuttgarter Staatsoper dort aufgetreten sind, erlaube ich mir folgenden Hinweis: Große Opernhäuser haben sich schon seit langem den akustischen Ansprüchen unserer Zeit angepaßt, indem sie regelbare Nachhallapparaturen einbauen ließen. Die Mailänder Skala besitzt beispielsweise eine derartige Apparatur von der Firma Philips, die von Herbert von Karajan und anderen Musikexperten sehr gelobt worden ist. In den Funkhäusern arbeitet man schon lange auf diese Weise.

Übrigens möchte ich betonen, daß ich lediglich mit dem künstlerischen Entwurf für den Umbau des Stuttgarter Großen Hauses betraut worden bin. Die Lösung der akustischen Probleme wurde einem namhaften Fachmann anvertraut, nach dessen Anweisungen die örtliche Bauleitung ihre Maßnahmen traf. Ich werde jedoch bei der Erfüllung der akustischen Wünsche beratend zur Verfügung stehen, sofern die künstlerische Konzeption den zu ergreifenden Maßnahmen angepaßt werden muß.

Stuttgart DIPL.-ING. PAUL STOHRER

Architekt

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