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Kriminalität Opfer-Lobby kritisiert Bonn

aus DER SPIEGEL 31/1994

Die deutsche Interessenvertretung der Kriminalitätsopfer will das Wahljahr nutzen, um politische Versäumnisse der Bonner Regierungskoalition anzuprangern. Mit 6000 Großplakaten, gestaltet von dem elsässischen Künstler Tomi Ungerer, sowie mit Telefonkarten, Aufklebern und einer Postkartenaktion wollen rund 300 000 Mitglieder und Förderer des Weißen Rings an Bonn appellieren, das Opferentschädigungsgesetz zu verbessern und besonders schwer betroffenen Opfern auf Staatskosten einen Anwalt zur Seite zu stellen. Der Verband wirft Polizei, Justiz und Verwaltung vor, in der Kriminalpolitik »auf die Täter fixiert« zu sein; die Opfer der jährlich rund sieben Millionen registrierten Straftaten hingegen würden vernachlässigt.

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