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»Opposition bringt nichts«

Mehr als 3000 Funktionäre, Kleriker und Angestellte der evangelischen DDR-Kirche haben nach Schätzungen nebenher für eine höchst unchristliche Institution gearbeitet: für das Ministerium für Staatssicherheit. Wie die Stasi die Kirche unterwandert hat, wie sehr sich leitende Kirchenmenschen mit dem SED-Geheimdienst eingelassen haben, läßt sich aus der öffentlich zugänglichen, vollständig erhaltenen Akte des thüringischen Oberkirchenrats Gerhard Lotz rekonstruieren, der 25 Jahre lang für die Kirchenabteilung XX/4 der MfS-Zentrale tätig war - ein zeitgeschichtliches Lehrstück über das heimliche Bündnis zwischen Thron und Altar in der DDR.
aus DER SPIEGEL 26/1992
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