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OSTPOLITIK

aus DER SPIEGEL 1/1961

Der Generallevollmächtigte der Firma Fried. Krupp, Berthold Beitz, der Anfang Dezember 1960 auf Einladung polnischer Regierungskreise in Warschau weilte, berichtete am Dienstag vergangener Woche dem Bundeskanzler in einem vertraulichen Gesprach im Palais Schaumburg über die Auffassungen, die polnische Staatsfunktionäre von der künftigen Gestaltung des deutsch-polnischen Verhältnisses hegen. In der Unterredung, zu der nicht einmal Staatssekretär Globke hinzugezogen wurde, legte der Kanzler dem Krupp-Botschafter nahe, er solle - entgegen seiner ursprünglichen Absicht - Pressevertretern gegenüber nichts von seinen politischen Gesprächen mit den Polen erzählen und es Bundespressechef von Eckardt überlassen, gelegentlich seiner Routine-Pressekonferenzen diesbezügliche Fragen zu beantworten.

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