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Peter Geyer,

aus DER SPIEGEL 31/1990

37 (Foto), bis 1984 Fußball-Profi unter anderem bei Borussia Dortmund und Eintracht Braunschweig, hat große Enthüllungen zur falschen Zeit präsentiert. In Erwartung eines bundesweiten Entrüstungssturmes beschrieb der einstige Stürmer im Münchner Herrenmagazin Penthouse die seinerzeit herrschende Dopingpraxis in der Bundesliga. Insbesondere das Aufputschmittel Captagon, sagt er, »gehörte zum Spiel wie der Ball«. Geyer beobachtete eine wachsende »psychische Abhängigkeit« und massive Schlafstörungen. Nach einer Spritze spielte seine Mannschaft, Borussia Dortmund, zwar »so stark wie nie«, beklagte nachher aber geschlossen »brutale Gliederschmerzen«. Der DFB blieb ungerührt, der Geyer-Bericht fand fast keinen Widerhall im fußballseligen Deutschland, wo der WM-Titel bejubelt und ein Bundesligaboom erwartet wird. Geyer, der im September in München eine Fußballschule für Frauen und Kinder eröffnet, hat dazugelernt: »Doping ist wohl nicht das Thema, das zur Zeit interessiert.«

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