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Peter Milz

aus DER SPIEGEL 39/1984

Peter Milz, 42, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Euskirchen, fiel wieder einmal durch zweifelhafte Geschäftstüchtigkeit auf. Der schwarze Riese (CDU-Jargon), der vor seinem Haus im Eifelort Marmagen gern die Bundesflagge hißt und Schallplatten mit allen drei Strophen des Deutschlandliedes an Jugendliche verteilen läßt, hat für die Teilnahme an vier Wehrübungen 2864 Mark kassiert, obwohl er keinen Verdienstausfall nachweisen konnte. Der Oberleutnant der Reserve beantragte - für Abgeordnete zumindest ungewöhnlich -, ihm den Mindestbetrag nach dem Unterhaltssicherungsgesetz zu zahlen. Vor ein paar Monaten erst war Milz parteiintern in Schwierigkeiten geraten, als herauskam, daß er seine Frau Ria aus seinem Stukkateurbetrieb (18 Mitarbeiter) entlassen und ihr damit zu 15 414,60 Mark Arbeitslosengeld verholfen hatte. Auf Druck des rheinischen CDU-Landeschefs Bernhard Worms und um »Schaden von der CDU abzuwenden«, spendete Ria Milz das Geld einer familienpolitischen Beratungsstelle.

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