Zur Ausgabe
Artikel 8 / 89
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Piloten-Lücke

*
aus DER SPIEGEL 12/1988

Die Bundesluftwaffe hat bald nicht mehr genug Piloten, um die Einsatzbereitschaft ihrer Geschwader zu halten. Der Grund: Schon während der Ausbildung zum Jet-Piloten fallen immer mehr Kandidaten durch. 1987, so ein vertraulicher Luftwaffen-Report, »überstiegen die Ablösequoten alle bisher erreichten Höchstwerte«. In Lehrgängen von Offizieren, die nach dem Studium an Bundeswehr-Universitäten in den USA das Düsen-Training aufnahmen, flog fast jeder zweite (47 Prozent) vorzeitig raus, was mit hohen finanziellen Einbußen verbunden ist: Ein Lehrgangsplatz kostet

rund 950 000 Mark. Um die Piloten-Lücke zu verkleinern und die bei »Tornado«- und »Phantom«-Verbänden bereits »kritische Situation« zu entschärfen, will die Luftwaffe Flieger-Pensionäre mobilisieren. Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst sollen sie mit einer »freiwilligen Verpflichtung für mehrere Wehrübungen« drei bis fünf Jahre lang helfen, das Einsatz-Soll zu erfüllen.

Zur Ausgabe
Artikel 8 / 89
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.