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FRANKREICH Pitbull-Panik in Paris

Von Joachim Hoelzgen
aus DER SPIEGEL 43/1997

Gegen eine neue Form der Gewaltkriminalität - Überfälle mit scharf gemachten Hunden, hauptsächlich Pitbulls - muß sich die Pariser Polizei wehren. Räuber halten mit den Tieren Ladenbesitzer in Schach und plündern die Regale aus. Passantinnen werden mit der Drohung, Pitbulls von der Leine zu lassen, zur Herausgabe der Handtaschen gezwungen; junge Frauen sollen auf ähnliche Weise eingeschüchtert und dann vergewaltigt worden sein. Züchter richten die Hunde in Kellern ab und lassen sie Katzen und Hasen zerfetzen. Auch Polizisten und Feuerwehrleute sind in den Vorstädten von Paris bereits von den Hunde-Ungetümen angegriffen worden, die ohne Steuermarke manchmal nur 130 Mark kosten. Weil Bürgermeister wöchentlich bis zu hundert Beschwerdebriefe erhalten, fordert André Santini, Ortsvorsteher von Issy-les-Moulineaux im Südwesten von Paris, die Zucht und Haltung der Tiere zu verbieten. Santini: »Sie werden sonst in Waffen verwandelt.«

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