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POLITISCHE POTENZ.

aus DER SPIEGEL 12/1971

Karlsruher Landrichter sollen über die Bundeshaus-Präsenz Bonner Parlamentarier entscheiden. Per einstweiliger Verfügung ließ CDU-MdB Helmut Artzinger vergangenen Montag eine Schrift der örtlichen SPD (Auflage: 10 000) Indizieren, in der ihm empfohlen wurde, »Sitzungen des Deutschen Bundestages von großer politischer Tragweite unter Zurückstellung anderer Interessen regelmäßiger zu besuchen« und »sich so bekannt zu machen, daß er seinen Anspruch auf politische Potenz« nicht mehr per Post anmelden müßte. Anlaß für die SPD-Empfehlung: Ein Mahn-Schreiben des CDU-Kreisvorstands an SPD-MdB Horst Seefeld, sich künftig nicht mehr als »Wahlkreisabgeordneter« von Karlsruhe-Land II zu bezeichnen. Artzinger habe schließlich bei der letzten Bundestagswahl ein Direktmandat errungen und sei nicht -- wie Seefeld -- über die Landesliste ins Parlament eingezogen.

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