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MODERNES LEBEN Pornos auf dem Bildschirm?

aus DER SPIEGEL 37/1989

Wo für den Kölner Privatsender RTL plus mit seinen Lustmolch-Serien »Sexy Folies« oder »Männermagazin« die Grenze des Erlaubten erreicht ist, will die in Berlin beheimatete »Pay-TV Betriebs-GmbH« groß ins Geschäft einsteigen: Vom 15. Oktober an möchte der kommerzielle Anbieter auf einem »Mitternachtskanal« täglich drei Stunden lang von 23 Uhr an mit Pornos in Farbe locken. Die Kunden müssen allerdings zunächst einem Filmklub (Aufnahmegebühr: 250 Mark) beitreten: Pro Monat kostet die Sex-Welle weitere 50 Mark. Laut »Pay-TV« hätten bereits etwa zehn Prozent der 500 000 Berliner Kabel-Gucker Interesse an solchen Streifen gezeigt. Ob die harte Ware tatsächlich ausgestrahlt wird, ist jedoch noch fraglich. Der Berliner Kabelrat will die Sendeerlaubnis vorerst nicht erteilen.

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