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Kanada Premier in Nöten

aus DER SPIEGEL 42/1993

Kanadas Parlamentswahlen in der kommenden Woche drohen die Gegensätze im Land zu verstärken. Der Grund sind voraussichtlich deutliche Stimmengewinne von Protestparteien sowohl in der französischsprachigen Provinz Quebec als auch in den von Anglokanadiern dominierten Westprovinzen. Die neue Partei des Bloc quebecois kann Umfragen zufolge bis zu dreiviertel jener 75 Sitze gewinnen, die der Provinz im Bundesparlament zustehen. In den englischsprachigen Westregionen gewinnen dagegen die neue Reformpartei und ihr Führer Preston Mannings, 51, vermehrt Anhänger. Mannings spricht kein Wort Französisch. Er fordert ein Ende der Zweisprachigkeit und lehnt alle Sonderwünsche für Quebec ab. Der Erfolg des Radikalen, der auch für einen Abbau des Sozialstaats eintritt, hat bewirkt, daß die Konservative Partei von Regierungschefin Kim Campbell womöglich nur ein Viertel der Parlamentssitze erwarten kann.

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