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KLAGEN Raab erneut unter Beschuss

aus DER SPIEGEL 18/2004

Bislang waren es seine kleinen Gemeinheiten als TV-Moderator, die Stefan Raab ("TV total") juristische Auseinandersetzungen einbrachten. Jetzt aber könnte eine der lukrativen Nebenaktivitäten für den Fernsehstar zum Problem werden: Eine Kölner Baufirma reichte vergangene Woche Klage gegen Raab wegen nicht bezahlter Rechnungen ein. Und dieses Mal ist der Streitwert erheblich höher als bei den Schmerzensgeldklagen pikierter Opfer, die in Raabs Pro-Sieben-Sendung vorgeführt wurden: Rund 3,6 Millionen Euro fordert das Bauunternehmen persönlich unter anderem von Raab und einem seiner Mitgesellschafter, dem Viva-Vorstand Jörg Grabosch. Hintergrund: Raab ist Miteigentümer des Kölner Medienzentrums Schanzenstraße, in dem unter anderem der Musiksender Viva seinen Sitz hat und auch seine eigene Fernsehshow produziert wird. Zu der Bauherrengemeinschaft Schanzenstraße 22 GbR, die den Fernseh- und Bürokomplex vor zwei Jahren hochziehen ließ, gehören neben Raab auch der Viva-Aufsichtsrat Andreas Scheuermann sowie der ehemalige BAP-Keyboarder Bernd Odenthal als Geschäftsführer. Der ist über die Klage empört: »Die Firma Moeller hat schlecht gearbeitet und beseitigt die Mängel nicht, deswegen halten wir das Geld zurück.« Über die persönliche Klage gegen die prominenten Investoren wolle die Baufirma nur Druck erzeugen.

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