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Telekom Rabatte gekippt

aus DER SPIEGEL 21/1996

Die Deutsche Telekom kann ihren Geschäftskunden die bereits angekündigten Telefonrabatte in Millionenhöhe nicht gewähren. In einem Brief an Telekom-Chef Ron Sommer äußerte die EU-Kommission schwere Bedenken gegen die bereits vom Bonner Postminister abgesegneten Tarife: »Im Ergebnis würden sie die Konkurrenten aus dem Markt drücken.« Um mit der Telekom mithalten zu können, seien die privaten Anbieter gezwungen, ihre Dienste unter Einstandskosten anzubieten. So berechnet die Telekom nach Angaben der Wettbewerbswächter aus Brüssel den privaten Konkurrenten nur »marginal weniger« als ihren Normalkunden. Ihren Großkunden wollte die Telekom dagegen Rabatte von bis zu 39 Prozent einräumen. Brüssel fordert nun, daß die Telekom den privaten Konkurrenten ähnliche Preise gewährt wie Großkunden. Auch den Privatkunden müßten künftig Rabatte eingeräumt werden. Nur unter diesen Voraussetzungen sei Brüssel bereit, die neuen Tarife zum 1. Januar 1997 zu genehmigen.

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