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Briefe

RASSEN-HYSTERIKER
aus DER SPIEGEL 42/1957

RASSEN-HYSTERIKER

Die Ausschreitungen des weißen Mobs in Little Rock, die Sie unter dem Titel »Die amerikanische Tragödie« geschildert haben, sind erschreckend. Der deutsche Beobachter wird unwillkürlich an die Ereignisse der Nazizeit erinnert und kommt zu der Schlußfolgerung: So also sieht die Kristallnacht auf amerikanisch aus! Oder ist es etwa ein Unterschied, ob sich die selbstüberhebliche, hysterische Masse gegen Juden oder gegen Neger richtet?

Hildesheim BRIGITTE LANGHOF

Der Rassenkampf in Amerika scheint sich zwar langsam, aber beständig zugunsten der Neger zu verlagern. Wenn diese nun in kürzerer oder längerer Zeit die volle Gleichberechtigung durchsetzen sollten, so dürfte sich das rassenmäßig auch auf Senat und Repräsentantenhaus auswirken. Die Geschichte kennt bisher kein Beispiel, daß sich ein rassisch gemischter Staat auf der Höhe seiner Macht hätte halten können. Die Frage taucht auf, ob die USA hier eine Ausnahme bilden könnten?

Berlin-Schöneberg A. VON HOEPFNER

Warum die Aufregung über Little Rock, wo die Regierung den gemeinsamen Schulbesuch von schwarzen und weißen Kindern verhindert hat? Bei uns verhindert die Katholische Kirche, daß deutsche evangelische und katholische Kinder die gleiche Schule besuchen!

Bad Orb DR. BANNER

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