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Ratten im U-Bahn-Streß verendet

aus DER SPIEGEL 22/1976

16 Wochen lang fuhren Ratten zweimal täglich mit der U-Bahn -- im Labor. Ergebnis: Vier der 25 Versuchstiere verendeten. Mit dem Experiment wollten US-Wissenschaftler am Brooklyn College of Pharmacy erkunden, welche Gesundheitsbelastung der tägliche Streß in der U-Bahn, besonders für Menschen mit Bluthochdruck, mit sich bringt. In einem Spezialkäfig waren die Versuchsratten zusammengepfercht. durchgerüttelt und originalgetreuem U-Bahn-Lärm (vom Tonband) ausgesetzt worden. Die Autopsie ergab, daß die Nebennierenrinde, die das Streßhormon Adrenalin produziert, beträchtlich vergrößert war. Zwar, so Dr. Arthur Sackler, Leiter des Forschungsteams, könnten die Ergebnisse nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen werden. Aber der Schluß sei zulässig: »Für die U-Bahn sind wir nicht konstruiert.«

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