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Rechte Nordiren in Südafrika

aus DER SPIEGEL 46/1989

Protestantische Terroristen aus Nordirland halten engen Kontakt nach Südafrika. Wegen des Verdachts, er sei an der Ermordung des deutschstämmigen Swapo-Politikers Anton Lubowski beteiligt gewesen, sitzt in Windhuk Donald Acheson in Haft. Der Nordire war in den sechziger Jahren Mitglied der protestantischen Bürgerkriegstruppe Ulster Volunteer Force. Später kämpfte er als Söldner der berüchtigten Selous Scouts gegen die Befreiungsbewegungen in Rhodesien. Als Simbabwe 1980 unabhängig wurde, setzte sich Acheson nach Südafrika ab. Dort traf er seinen Landsmann John Hiddleston, einen früheren Aktivisten der rechtsextremen National Front. Über Hiddleston liefen die Kontakte südafrikanischer Rechtsgruppen zur Ulster Resistance, einer Terrorgruppe, die mit Südafrikas Rüstungskonzern Armscor Waffengeschäfte betrieben haben soll. Als Gegenleistung erhofften sich die Südafrikaner die Lieferung britischer High-Tech-Waffen: Drei Mitglieder der Ulster Resistance wurden am 21. April in Paris bei dem Versuch festgenommen, dem südafrikanischen Diplomaten Daniel Storm Teile einer »Blowpipe«-Flugabwehrrakete zu übergeben.

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