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BUNDESWEHR Rechter Trend

aus DER SPIEGEL 25/1998

In der Bundeswehr reißt der Strom von Meldungen über »besondere Vorkommnisse« mit rechtsradikalem Hintergrund nicht ab. Bis Ende Mai meldete die Truppe bereits 122 »Verdachtsfälle« an das Verteidigungsministerium. 1997 hatte es insgesamt 179 Meldungen gegeben. Fast ausschließlich handelt es sich um sogenannte Propaganda-Delikte, etwa den Hitler-Gruß und das Brüllen von Nazi-Parolen (38 Prozent der Vorkommnisse) und das Abspielen von rechtsradikalen CDs (17 Prozent). Die östlichen Bundesländer sind weiter überdurchschnittlich oft vertreten. Der Bundestagsausschuß zur Untersuchung der rechtsradikalen Umtriebe in der Bundeswehr will diese Woche die Arbeit abschließen - wegen unterschiedlicher Bewertungen der Fraktionen aber ohne gemeinsamen Schlußbericht.

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