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Redseliger Ruheständler

aus DER SPIEGEL 31/1979

Bundeskanzler Helmut Schmidt ist aufgebracht über die »Indiskretionen« (Schmidt) des Bonner Ex-Botschafters in Moskau, Helmut Allardt (1968 bis 1972). In seinem von Springers »Welt« teilweise vorabgedruckten Buch »Politik vor und hinter den Kulissen -- Erfahrungen eines Diplomaten zwischen Ost und West« läßt sich der redselige AA-Ruheständler über die von Ost-Emissär Egon Bahr »zu hastig« geführten Moskauer Vertragsverhandlungen von 1970 aus. Helmut Schmidt zeigte sich verwundert, daß dem Auswärtigen Amt das »aufgewärmte Tagebuch« (ein AA-Beamter) des Ex-Botschafters nicht zur Einsicht vorgelegt wurde. Allardt hatte schon für sein 1973 erschienenes »Moskauer Tagebuch« diese beamtenrechtlich vorgeschriebene Pflicht versäumt. Das AA will den Fall jetzt prüfen.

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