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Regierungsfreundlich

aus DER SPIEGEL 24/1994

müsse das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Italien werden, fordern Ministerpräsident Silvio Berlusconi, 57, und sein neofaschistischer Koalitionspartner Gianfranco Fini, 42. Rund 13 000 Mitarbeiter gestalten und verwalten die drei Kanäle der Radiotelevisione Italiana (RAI); durch Verschwendung und politische Vetternwirtschaft häufte die Anstalt 1993 ein Defizit von rund einer halben Milliarde Mark auf, das aus dem Staatshaushalt ausgeglichen wurde. Derartige Zuschüsse will Regierungschef Berlusconi, Herr über ein gigantisches Medienimperium, künftig vom Wohlverhalten der RAI-Redaktionen abhängig machen. Umberto Bossi, 52, Vorsitzender des dritten Koalitionspartners Liga Nord, wirft Berlusconi hingegen vor, dessen drei private Fernsehsender seien doch schon jetzt mit nichts anderem beschäftigt, als die Zuschauer »täglich, Sekunde um Sekunde zu manipulieren«.

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