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PROMINENTE Reich durch Reden

aus DER SPIEGEL 36/2007

Zur Altersarmut sind Führer dieser Welt nicht verdammt, wenn sie in Pension gehen. Ehemalige Staatschefs, Minister oder Kanzler streichen fünf- oder sechsstellige Honorare ein als Redner an Universitäten, auf Konferenzen, Firmenfeiern oder bei anderen Anlässen. An die 30 Millionen Dollar soll Bill Clinton so seit 2001 verdient haben, absolute Spitzen unter den Promi-Sprechern der Welt. Bis zu 100 000 Euro für eine einstündige Rede werden wohl Gerhard Schröder, Michail Gorbatschow, der frühere israelische Ministerpräsident Ehud Barak, Frankreichs Valéry Giscard d'Estaing oder Margaret Thatcher bekommen. Billiger zu haben - 15 000 bis 25 000 Euro - sind Osteuropäer wie der polnische Friedensnobelpreisträger Lech Walesa oder der tschechische Präsident Václav Klaus.

Alle Honorare verstehen sich exklusive Anfahrt, Kost und Logis, so dass zum Beispiel die Universität von Colorado für einen Auftritt von Ex-Uno-Chef Kofi Annan im April insgesamt sogar 160 000 Dollar hinblättern musste. Marktführer im Geschäft mit den Promi-Reden sind Agenturen wie Harry Walker in New York oder Celebrity Speakers Limited in London.

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