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Reisen mit Hoechst

aus DER SPIEGEL 46/1989

Die Affäre um den Chemieriesen Hoechst, der mit gefälschten Belegen bei der im Bundesauftrag arbeitenden Hermes-Assekuranz staatliche Versicherungsgelder in Millionenhöhe erschwindelt haben soll (SPIEGEL 39/1989), weitet sich aus. In einem »vertraulich« gekennzeichneten »Sachstandsbericht« vom 26. Oktober gibt die Versicherung jetzt zu, daß 1986 auch dem Sohn des Hermes-Prokuristen Werner Gierhake von Hoechst ein Auslandspraktikum finanziert wurde. Das könnte den Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung neuen Auftrieb geben. Bisher waren von der Versicherung lediglich vier Auslandsreisen der Prokuristen-Tochter auf Hoechst-Kosten zwischen 1979 und 1982, die wegen Verjährung strafrechtlich nicht mehr von Bedeutung sind, zugegeben worden.

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