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Briefe

Reißwolf lief weiter
aus DER SPIEGEL 22/1976

Reißwolf lief weiter

(Nr. 17/1976, Affären)

Ich habe Herrn Professor Soergel, Mitglied des Verwaltungsrates der Universität Heidelberg und Berater des Bundesministers Matthöfer, nicht bezichtigt. Belastungsmaterial vernichtet zu haben. Vielmehr haben nach seiner kommissarischen Übernahme der Institutsleitung (März 1972, nach Filthuths Verhaftung) zwei weiterhin tätige Filthuthsche Sekretärinnen den »Reißwolf« noch längere Zeit betätigt, bis der Kanzler diesen einziehen ließ. In meiner Aussage vor dem Landtagsuntersuchungsausschuß habe ich darauf hingewiesen, daß Herr Professor Soergel nach seiner Amtsübernahme sofort eine »Generalinventur« hätte durchfahren und die Akten sicherstellen müssen. Anfang 1973 hat er die Filthuthschen Ausgaben (u. a. die in Ihrem Artikel genannte Rechnung über 611 540 Schweizer Franken) dem Bundesministerium für Forschung und Technologie als Geldgeber in amtlichen Verwendungsnachweisen noch als richtig bescheinigt. Unter seiner Leitung wurde ich aus der Buchhaltung entfernt und in die Bibliothek versetzt. wo ich keinerlei Aufstiegschancen mehr habe.

Heidelberg RUTH SCHWAB

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