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Rene Kollo

aus DER SPIEGEL 41/1985

Rene Kollo, 47, Operntenor, gibt sich im Sängerkrieg mit der Festspielstadt Bayreuth friedlicher. Daß der Wagner-Interpret vor der diesjährigen »Tannhäuser«-Premiere kurzfristig abgesagt hatte und dann auch noch »stante pede mit dem Auto weg nach Hamburg fuhr«, schlug nach dem Eindruck von Oberbürgermeister Hans Walter Wild in Bayreuth »ziemliche Wellen«. Als das Stadtoberhaupt öffentlich von »Starallüren« sprach, war »Kollo eingeschnappt« (Wild). Doch nach wie vor beharrt der Tenor, dessen Frau seinerzeit von einer Tochter entbunden war, auf seiner Absagebegründung: Seine »geröteten Stimmbänder« kennten nur er selbst und seine Ärzte und »nicht die Oberbürgermeister von Festspielstädten«. Jetzt geht es zwischen beiden sanfter zu. Kollo akzeptiert den Schmähtitel »Callas der Tenöre« (Kollo: »In meinen Augen eher eine Auszeichnung"), und OB Wild will sich künftig »in künstlerische Dinge und Affären lieber nicht mehr einmischen«.

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