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Rentenplan unter Beschuß

aus DER SPIEGEL 45/1976

Der Widerstand gegen die Rentenpläne Walter Arendts wächst -- vor allem bei den Krankenkassen. Ihnen sollen -- nach den Vorschlägen des Arbeitsministers -- die Träger der Rentenversicherung künftig nur noch elf statt, wie zuletzt, 17 Prozent des Rentenvolumens überweisen. Als Folge dieses Vorhabens, das die Kassen ohnehin zur Beitragserhöhung zwingt, befürchten die Krankenversicherer einen neuen Preisschub, etwa durch weitere Honorarforderungen der Ärzte. Hans Töns, Direktor des Bundesverbandes der Ortskrankenkassen: »Unsere Vertragspartner sind nicht daran interessiert, auf dem Wege über die Krankenversicherung zur Sanierung der Rentenversicherung beizutragen.« Da überdies die Renten-Erhöhungen nach 1977 wesentlich niedriger ausfallen, sich mithin der Zuschuß an die Kassen zusätzlich vermindert, scheint eine kräftige Anhebung der Beitragssätze unausweichlich. Sie dürften laut Töns unter diesen Bedingungen schon Ende 1978 »über der 15-Prozent-Marke liegen«.

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