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UMWELTSCHUTZ Rettung fürs Klima

aus DER SPIEGEL 4/2007

Die Umweltorganisation Greenpeace und der Dachverband der Europäischen Erneuerbaren Energien-Industrie (Erec) präsentieren einen globalen Masterplan zur Abwendung des drohenden Klimawandels. Das Weltklima sei noch zu retten, wenn Politik und Wirtschaft sofort handelten, so die gute Nachricht der 100 Seiten starken Machbarkeitsstudie »Energy (R)evolution«, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie elf internationale Forschungsinstitute erarbeitet haben. Sie wird am Donnerstag in Brüssel vorgestellt. Durch Energiesparmaßnahmen sowie die verstärkte Nutzung von Wind-, Wasser- und Sonnenkraft könne der Anstieg von Treibhausgasen bis 2050 halbiert werden. Dadurch stiege die Erwärmung der Erde um weniger als zwei Grad. »Deutschland als Weltmarktführer bei Wind- und Solartechnik würde besonders profitieren«, sagt Sven Teske von Greenpeace, »die Milliardensubventionen für Kohle und Atomkraft gehören allerdings sofort gestrichen.« Ohne Energiewende drohe eine Erwärmung der Erde bis 2050 um bis zu 5,8 Grad, rechnet der Uno-Ausschuss für Klimaveränderungen (IPCC) vor - ein Temperaturanstieg mit katastrophalen Folgen. Die Greenpeace-Erec-Studie kalkuliert eine Bevölkerungszunahme von derzeit 6,3 Milliarden auf 8,9 Milliarden Menschen sowie gängige Wirtschaftsprognosen ein. Der IPCC-Vorsitzende Rajendra Pachauri lobt die neue Studie als »gut recherchierte« und »stimulierende« Analyse.

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