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Richard Branson,

aus DER SPIEGEL 18/1996

45, Chef des britischen Mischkonzerns »Virgin«, Inhaber einer Fluggesellschaft und Ballonfahrer, geriet in schlimmen Verdacht. Der schwerreiche Selfmademan mit dem jungenhaften Abenteurerlächeln, der hin und wieder prominente, aber auch unbekannte Damen auf die Arme zu nehmen liebt - etwa die Entertainerin Liza Minnelli, 50, oder die Milliardärsgespielin Ivana Trump -, sieht sich nun mit der Klage wegen sexueller Diskriminierung konfrontiert, rechtzeitig zur Eröffnung eines New Yorker Megastore-Plattenladens in der vergangenen Woche. Elizabeth Hlinko, 34, im Juli 1995 als PR-Managerin der Virgin Atlantic Airways nach dreijähriger Tätigkeit gefeuert, behauptet, Branson habe ihr bei einer öffentlichen Veranstaltung sexuelle Avancen gemacht, indem er sie betatscht und an die Brust gefaßt habe. Sie verlangt Kompensation, ihre Wiedereinstellung und Nachzahlungen. Der angebliche Busengrapscher Branson indes glaubt, ein sicheres Alibi zu haben: Er findet es absurd »zu behaupten, daß so was passiert, wenn meine Frau, meine Eltern und ein Gutteil der Weltpresse anwesend ist . . .« Im übrigen habe Miss Hlinko »ziemlich lange gebraucht, um damit herauszurücken«.

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